Es wurden Radonmesswerte von bis zu 1.571 Bq/m³ aufgezeichnet, doch nach erfolgter Installation der von uns empfohlenen Unterbodenabsaugung wurden Werte von max. 155 Bq/m³ gemessen.
Die offizielle Radonkarte der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz der Autonomen Provinz Bozen dient als Information für den Bausektor. Sie gibt an, in welchen Gebieten von Südtirol es wahrscheinlicher ist, hohe Konzentrationen in Gebäuden zu finden. Allgemein kann man sagen, dass die Gebiete im Vinschgau, Sarn- und Pustertal besonders gefährdet sind.
Hier kommen Sie zu der offiziellen Seite der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz der Autonomen Provinz Bozen: https://umwelt.provinz.bz.it/de/strahlung/radonkarte

Radon ist ein Edelgas, das radioaktive Strahlung abgibt und dessen Zerfallsprodukte gesundheitsschädlich sind. Es diffundiert aus Gestein und kommt daher vorzugsweise in gebirgigen Regionen vor. Das Radon gelangt über Risse und Undichtigkeiten des Fundaments in Häuser und sammelt sich vorzugsweise in Keller- und Erdgeschossräumen an. Die Gefahr entsteht durch die permanente Raumluftbelastung mit dem ständig nachströmenden radioaktiven Gas und kann Lungenkrebs verursachen.
Experten gehen davon aus, dass mindestens jedes 10. Gebäude in Italien radonbelastet ist.
Mit der Höhe der Radonkonzentration und der Länge der Expositionszeit steigt das Risiko einer Lungenkrebserkrankung.
Statistiken zeigen, dass in Italien jährlich etwa ebenso viele Menschen an radonbedingtem Lungenkrebs sterben wie bei Verkehrsunfällen. Eine nationale Studie schätzt die Zahl der Todesfälle auf rund 3.000 pro Jahr, davon 19 in Südtirol.
Eine überhöhte Radonkonzentration bedroht nicht nur die Gesundheit, sie schafft auch rechtliche und wirtschaftliche Risiken.
Immobilienbesitzer riskieren beim Verkauf Wertverluste, Rückabwicklungen oder Rechtsstreitigkeiten.
Deshalb ist es empfehlenswert, Radon-Prävention bereits in der Planungsphase zu berücksichtigen.
Wohnhäuser:
Arbeitgeber sind mit Haftungsrisiken konfrontiert, die sich aus dem Arbeitsschutz ergeben. Schulen, Kindergärten oder Verwaltungsgebäude können bei erhöhter Radonbelastung nicht bestimmungsgemäß genutzt werden.
Grenzwerte für Arbeitsplätze:
Messpflichtige Arbeitsplätze:
Von der Messung ausgenommene Arbeitsplätze:
Abdichtung der von uns aufgespürten Radon-Eintrittswege mittels geeigneter Systeme und Methoden. Diese Maßnahmen eignen sich für niedrige Radon-Konzentrationen.
Zufuhr sauberer Frischluft und Abführung belasteter Raumluft, wobei die Zuluft erhöht wird. Geeignet für mittlere Konzentrationen von 300 - 1.000 Bq/m³.
Absaugen des Radons unter dem Gebäude und Abführung nach außen. Diese Sanierungsmethode eignet sich für hohe Konzentrationen von 300 bis über 10.000 Bq/m³ und sehr große Gebäude.
90% seiner Lebenszeit verbringt der Mensch in geschlossenen Räumen. Dabei gelangen circa 15-Liter Luft/Min. in seine Lungen. Dies sollte Grund genug sein, der Luftqualität besondere Beachtung zu schenken. Dies gilt natürlich sowohl für Arbeits- als auch für Wohnräume.
Die WHO fasst unter dem Begriff Sick Building Syndrome all die Symptome zusammen, die im Wohnbereich krank machen.
Die Symptome sind Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Augenreizung, Reizung der Schleimhäute und der Haut sowie zunehmend auch Allergien.
Schadstoffquellen sind: Farben, Lacke, Fußbodenbeläge, Heizungs- und Klimaanlagen, Holz, Leder, Möbel, Reinigungsmittel, Sprays, Textilien, Wärmedämmstoffe, etc.
Der Begriff Raumluft wird vor allem in der Klimatechnik verwendet und beschreibt die Summe aus physikalischen Eigenschaften, das Maß an Verunreinigung und das subjektive Empfinden des Nutzers.
Somit ist Raumluft ein Faktor, der das Wohlbefinden in einem Raum erheblich beeinflusst.